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Ein Kultschuh, der Geschichte schrieb.

Ein Wanderschuh, der mitt­lerweile eine wahre Outdoor-Ikone ist. Sein Weg dahin war aber alles andere als einfach. Denn zu Beginn wurde die Idee lediglich belächelt und als „unver­käuflich“ abgetan.

Warum dies so war, erklärt ein Blick in die damalige Zeit.

1997 – das Jahr, in dem Tony Blair zum Premi­er­mi­nister ernannt wurde, der Film Titanic über die Kino­le­inwände flimmerte und die Welt um Lady Diana trauerte.

In dieser Zeit waren die Menschen in den Bergen mit festen Berg­schuhen unterwegs, welche entweder in der zwie­ge­nähten oder klebe­gezwickten Bauweise herge­stellt wurden. Was fehlte, waren Schuhe, welche auch für kleinere Ausflüge und Tages­touren geeignet waren. Sie sollten also nicht so schwer, aber trotzdem stabil sein.

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„Mit der bisherigen klebe­gezwickten Machart war eine Redu­zierung des Gewichts nicht zu reali­sieren.“

Werner Riethmann | LOWA Geschäfts­führer

LOWA-Geschäfts­führer Werner Riethmann tüftelte daher gemeinsam mit seinem Entwickler-Team an einer Idee. Warum nicht einfach die Sohle direkt anspritzen, anstatt sie zu verkleben? Eine Tech­nologie, welche bereits im Frei­zeitschuh-Segment seine Anwendung fand. Aber funk­tioniert dies auch bei Wander­schuhen?

Das LOWA-Entwick­lungsteam probierte es einfach aus – und es funk­tio­nierte. So kam dann im Jahr 1997 der erste RENEGADE auf den Markt.

Der Schuh begründete eine ganze Kategorie: die All Terrain Collection oder kurz ATC.

Die Kategorie und der Schuh waren völlig neu und für diese Zeit absolut nonkonform. Daher waren auch die Bild­sprache und das Marketing völlig neu.

Dieser Satz aus dem Katalog beschreibt sehr gut die Intention, die hinter der Entwicklung der ATC-Kategorie steckt. Outdoor sollte fortan nicht mehr nur in den Bergen statt­finden mit lang geplanten Touren. Outdoor sollte direkt vor der Haustür starten – mit kleinen Aben­teuern und Ausflügen.

Der RENEGADE legte somit den Grundstein für eine komplette Outdoorschuh-Kategorie. Multi­funk­ti­ons­schuhe sind heute nicht mehr wegzu­denken und machen bei LOWA mitt­lerweile den Großteil der gesamten Produkt­palette aus.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Multi­funk­ti­ons­schuhe sind viel­seitig einsetzbar und können für zahl­reiche Akti­vitäten verwendet werden. Sei es für die schöne Tages­wanderung im Voral­penland oder eben für den Ausflug mit dem Hund in den Wald – die leichten Alles­könner bieten besten Komfort, egal, bei welcher Tätigkeit. Dabei zeichnen sie sich vor allem durch das leichtere Gewicht aus.

Damit der RENEGADE trotz der direkt ange­spritzten Machart nicht an Stabilität verliert, entwi­ckelte LOWA ein ganz spezielles Sohlen-Konstrukt: den LOWA MONOWRAP®.

Dabei handelt es sich um einen hoch­ge­zogenen Rahmen, der die Sohle mit dem Schaft verbindet und ihm durch seine skelett­artige Anordnung Stabilität verleiht. Der Fuß ist somit fest in der Sohle verankert. Dadurch bietet die spezielle Konstruktion optimalen Halt und jede Menge Komfort.

Den LOWA MONOWRAP® entwi­ckelte LOWA stetig weiter. Auch an zahl­reichen anderen Bereichen, wie zum Beispiel einer Redu­zierung der Nähte, tüftelten die LOWA-Entwickler stetig. Der RENEGADE wurde somit stetig optimiert und verbessert – aber seinen ursprüng­lichen Komfort und seinen Look hat LOWA immer beibe­halten.