Tipps für das Berg­steigen mit Kindern Spaß am Berg für Groß und Klein

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Oft gehen Eltern mit ihren Kindern in jungem Alter zum Wandern. Doch was passiert wenn der Nachwuchs älter wird? Oft tendieren Eltern dann dazu, einfach längere Wanderungen zu orga­ni­sieren. Leider ist das nicht immer im Interesse der Kinder. Dies führt schlimms­tenfalls dazu, dass sich Kinder von den Bergen abwenden.

Woran liegt es, dass dem so ist? Kinder suchen mit stei­gendem Alter das Abenteuer. Abends am Lagerfeuer sitzen und anderen von ihren Erleb­nissen berichten. Um dies zu erreichen, sollte man irgendwann vom Wandern zum Berg­steigen mit den Kindern übergehen. Doch worauf es dabei ankommt wissen viele Eltern oft nicht. Deshalb haben wir zusammen mit unserem Partner aben­teu­er­su­echtig.de hilf­reiche Tipps zum Thema Berg­steigen mit Kindern zusam­men­gefasst.

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Gebt dem Nachwuchs nicht jeden Schritt vor Lasst die Kinder eigene Erfah­rungen machen

Gerade ältere Kinder mögen es zunehmend, kleinere Abenteuer zu bestehen, eigene Erfah­rungen zu machen und ihre Kompe­tenzen zu erweitern. Dies sollte ich auf einer Tour fördern. So bleibt es für Kinder spannend und ich kann mein Wissen weitergeben. Denn Kinder sind grund­sätzlich einmal von Natur aus wiss­be­gierig.

TIPP: Eine Möglichkeit ist, dem Kind unter Anleitung und Kontrolle beizu­bringen, wie man in etwas Klet­ter­gelände jemanden von oben nach­sichert.

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Achte auf die notwendige Sicherheit Gehe kein Risiko am Berg ein

Grund­sätzlich bewegen sich Kinder ungern aus ihrer Komfortzone heraus und sind oft noch größere « Gewohn­heitstiere » als Erwachsene. Gewohnte Personen oder eine bekannte Umgebung geben ihnen Sicherheit und vermitteln Gebor­genheit. Daher ist es wichtig, dass wir ihnen insbe­sondere in einem unge­wohnten Umfeld Sicherheit vermitteln. Dies ist die Basis dafür, dass sie sich auch einmal aus ihrer Komfortzone wagen. Wie können wir dies unter­stützen?

Um Sicherheit vermitteln zu können, ist es wichtig, dass sich die Erwachsenen selbst sicher in ihrem Umfeld fühlen. Somit sollten die Erwachsenen gewisse Kompe­tenzen aufbauen, damit für die Kinder nicht nur im Alltag, sondern auch beim Berg­steigen, Verant­wortung über­nommen werden kann.

Hierzu gibt es grund­sätzlich drei Möglich­keiten. Einmal eigne ich mir dieses Wissen selbst an bzw. habe es mir bereits über Jahre durch eigenes Berg­steigen ange­eignet. Eine andere Möglichkeit ist, dass ich zum Beispiel beim DAV, SAC oder ÖAV entspre­chende Kurse belege. Hier gibt es mitt­lerweile auch Angebote für Fami­li­en­berg­steigen, welche explizit den Fokus auf Touren mit Kindern legen. Die dritte Möglichkeit ist, dass ich eine geführte Tour mit einem Berg­führer absolviere, der gleich das profes­si­onelle Wissen mitbringt, welches ich mir bei dieser Gele­genheit abschauen kann.

TIPP: Schließt Euch mit einer anderen Familie zusammen. So haben die Kinder gleich Freunde dabei und die Kosten für eine geführte Tour können aufgeteilt werden.

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Achte auf die richtige Ausrüstung Denke an geeignete Kleidung für das Berg­steigen

Generell benötigt man zum Berg­steigen ähnliche Bekleidung wie zum Wandern in alpinem Umfeld. Hierzu zählen geeigneter Regen­schutz, Mütze, Hand­schuhe und diverse Isolati­ons­kleidung, welche bestenfalls nach dem Zwie­bel­prinzip kombiniert werden sollte.

Zusätzlich wird auch beim Berg­steigen entspre­chendes Schuhwerk, welches sich zum Kraxeln und auch bedingt für Steigeisen eignet, benötigt. Dieses sollte eine möglichst steife Sohle haben und der Schaft bis über den Knöchel gehen, um ausreichend Schutz zu bieten. Für ältere Kinder mit größeren Füßen bieten sich hier bereits entspre­chende Schuhe für Erwachsene an.

Zusätzlich wird beim Berg­steigen auch tech­nische Ausrüstung benötigt. Hierzu zählt in jedem Fall ein Klet­tergurt. Zum Begehen eines Klet­ter­steigs ist zudem ein Klet­tersteig-Set und sobald es auf den Gletscher geht Steigeisen und Eispickel notwendig.

TIPP: Bei der Wahl des Klet­tergurts ist zwingend darauf zu achten, genauso wie bei einem Klet­tersteig-Set, dass dieser vom Aufbau und den Sicher­heits­a­spekten (Fall­dämpfer beim Klet­tersteig-Set etc.) für Kinder geeignet ist. Hier sollte vor dem Kauf eine Beratung im einschlägigen Fach­handel erfolgen.

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Verabredet Euch mit Freunden oder anderen Familien Gemeinsam Spaß haben

Gemeinsam ist es witziger. Verabredet Euch daher bestenfalls mit anderen Familien, die das Berg­steigen ebenso für sich entdecken möchten. Die Kinder moti­vieren sich meist am besten gegen­seitig und können richtigen Team­spirit entwi­ckeln… und wer weiß, viel­leicht seid ihr bei den ersten Schritten einer zukünftigen Seil­schaft dabei.

TIPP: Achtet bei der Auswahl der Familien darauf, dass die Kinder ungefähr gleich­altrig und ähnlich fit sind. Andernfalls ist Über- oder Unter­for­derung vorpro­grammiert.

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Nicht zu viel erwarten Denkt an den richtigen Umgang mit Ängsten

Wie bereits beschrieben, ist Spaß der wich­tigste Faktor beim Berg­steigen. Nachdem wir uns dabei allerdings häufiger als beim Wandern auch in ausge­setztem Gelände bewegen, kommen immer wieder auch Ängste hinzu, mit welchen man umzugehen wissen sollte.

Der wich­tigste Tipp ist wohl, dass man Kinder niemals über­fordern sollte und akzep­tieren muss, wenn sie nicht weitergehen möchten. Die Berge stehen noch lange und viel­leicht ist heute einfach noch nicht der Tag für diese Tour.

TIPP: Macht vor den Schlüs­sel­stellen eine Pause. Manchmal führt das zu neuer Moti­vation und gestärkt sieht die Schlüs­sel­stelle gar nicht mehr so tragisch aus. Und wenn nicht, dann erzwingt nichts.